Zweckgesellschaft. Rechtlich eigenständige Gesellschaft mit dem Zweck, von einer Unternehmung Ansprüche aus Verpflichtungen zu übernehmen, zu verbriefen und am Kapitalmarkt zu platzieren. Auch Sponsor genannt, verpflichtet sich vertraglich zur Leistung von (periodischen) Zahlungen – „Versicherungsprämien“ – an den Emittenten von Insurance Linked Securities. Im Gegenzug erhält er dafür Versicherungsdeckung für ein spezifisches Versicherungsereignis. Insurance Linked Securities sind Wertschriften, deren Erträge bzw. Rückzahlung von der Eintretenswahrscheinlichkeit bzw. vom Eintreten von einem oder mehreren Versicherungsereignissen (z.B. Naturkatastrophen, Explosions- und Feuerkatastrophen, Luftfahrtkatastrophen oder ähnliche seltene Versicherungsereignisse) abhängen. Es gilt zu beachten, dass im Falle des Eintretens eines zuvor vertraglich genau definierten Versicherungsereignisses, ein Totalverlust einzelner Anlagen eintreten kann. ILS zeichnen sich durch eine signifikante Intra-Asset-Class- Unabhängigkeit aus, da die Risiken aus unterschiedlichen Versicherungssparten (Naturgefahren, Space, Satelliten, Mortalität, Feuer & Explosion, etc.) nicht miteinander korrelieren und die einzelnen Risikoklassen einer Versicherungssparte (Erdbeben, Wintersturm, Hurrikan, etc.) voneinander unabhängig sind. Cat Bonds sind typischerweise als Emission durch eine Zweckgesellschaft (Special Purpose Vehicle, SPV) strukturiert. Die nachstehende grafische Darstellung veranschaulicht die Geldströme zwischen dem Versicherungsnehmer, der Zweckgesellschaft als Emittenten der Insurance Linked Security und dem Investor, dem Plenum CAT Bond Dynamic Fund: Bei Emission zahlen die Investoren den Nominalwert der durch die Zweckgesellschaft ausgegebenen ILS (Deckungskapital) in die Zweckgesellschaft ein. Das Nominalkapital wird durch die Zweckgesellschaft in Form von erstklassigen Anlagen, die die Verpflichtungen der Zweckgesellschaft als Hinterlagen besichern, gehalten. Im Rahmen eines Versicherungsvertrages zahlt der Versicherungsnehmer periodisch eine Versicherungsprämie an die Zweckgesellschaft. Die Investoren (hier der Fonds) erhalten eine periodische Ausschüttung (Coupon), welche in etwa der Versicherungsprämie zuzüglich des Zinsertrages aus den Hinterlagen entspricht. Ist während der Laufzeit einer ILS kein für dieses massgebliches Versicherungsereignis eingetreten, erhalten die Inhaber der ILS bei deren Fälligkeit den Nominalbetrag zurückbezahlt. Tritt ein qualifizierendes Versicherungsereignis ein, muss die Zweckgesellschaft die vertraglich vereinbarte Deckung an den Versicherungsnehmer zahlen und die Kapitalrückzahlung des ILS bei Verfall reduziert sich entsprechend. Typische Ausfallwahrscheinlichkeiten einzelner ILS, mittels Risikomodellen evaluiert, betragen zwischen 0.5% und 5%, d.h., man rechnet statistisch mit Ausfällen zwischen einmal per 200 Jahre bis einmal per 20 Jahre. Während gewisse ILS nur ein einziges Ereignisrisiko abdecken, decken viele ILS gleichzeitig mehrere direkte Ereignisrisiken ab. Für Ausfallwahrscheinlichkeiten von typischer Grösse ist die Ausfallwahrscheinlichkeit solcher Instrumente annähernd die Summe der Eintrittswahrscheinlichkeiten der definierenden Einzelexponierungen. Das definierende Katastrophenereignis in einer ILS muss nicht notwendigerweise durch die finanzielle Schadensleistung des Versicherten definiert sein. Viele Cat Bonds referenzieren z.B. auf Windfelder oder Erdbebenmagnituden, die von Messstationen nationaler meteorologischer oder geologischer Gesellschaften aufgezeichnet werden. Solche parametrischen Katastrophendefinitionen haben für Investoren den Vorteil einer zeitnahen Evaluierung nach einem Ereignis, ob es zu einer Kapitalreduktion gekommen ist.
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Sources: Treuhandvertrag
Zweckgesellschaft. Rechtlich eigenständige Gesellschaft mit dem Zweck, von einer Unternehmung Ansprüche aus Verpflichtungen zu übernehmen, zu verbriefen und am Kapitalmarkt zu platzieren. Auch Sponsor genannt, verpflichtet sich vertraglich zur Leistung von (periodischen) Zahlungen – „Versicherungsprämien“ – an den Emittenten von Insurance Linked Securities. Im Gegenzug erhält er dafür Versicherungsdeckung für ein spezifisches Versicherungsereignis. Insurance Linked Securities sind Wertschriften, deren Erträge bzw. Rückzahlung von der Eintretenswahrscheinlichkeit bzw. vom Eintreten von einem oder mehreren Versicherungsereignissen (z.B. Naturkatastrophen, Explosions- und Feuerkatastrophen, Luftfahrtkatastrophen oder ähnliche seltene Versicherungsereignisse) abhängen. Es gilt zu beachten, dass im Falle des Eintretens eines zuvor vertraglich genau definierten Versicherungsereignisses, ein Totalverlust einzelner Anlagen eintreten kann. ILS zeichnen sich durch eine signifikante Intra-Asset-Class- Unabhängigkeit Unabhägigkeit aus, da die Risiken aus unterschiedlichen Versicherungssparten (Naturgefahren, Space, Satelliten, Mortalität, Feuer & Explosion, etc.) nicht miteinander korrelieren und die einzelnen Risikoklassen einer Versicherungssparte (Erdbeben, Wintersturm, Hurrikan, etc.) voneinander unabhängig sind. Cat Bonds sind typischerweise als Emission durch eine Zweckgesellschaft (Special Purpose Vehicle, SPV) strukturiert. Die nachstehende grafische Darstellung veranschaulicht die Geldströme zwischen dem Versicherungsnehmer, der Zweckgesellschaft als Emittenten der Insurance Linked Security und dem Investor, dem Plenum CAT Bond Dynamic Fund: Bei Emission zahlen die Investoren den Nominalwert der durch die Zweckgesellschaft ausgegebenen ILS (Deckungskapital) in die Zweckgesellschaft ein. Das Nominalkapital wird durch die Zweckgesellschaft in Form von erstklassigen Anlagen, die die Verpflichtungen der Zweckgesellschaft als Hinterlagen besichern, gehalten. Im Rahmen eines Versicherungsvertrages zahlt der Versicherungsnehmer periodisch eine Versicherungsprämie an die Zweckgesellschaft. Die Investoren (hier der Fonds) erhalten eine periodische Ausschüttung (Coupon), welche in etwa der Versicherungsprämie zuzüglich des Zinsertrages aus den Hinterlagen entspricht. Ist während der Laufzeit einer ILS kein für dieses massgebliches Versicherungsereignis eingetreten, erhalten die Inhaber der ILS bei deren Fälligkeit den Nominalbetrag zurückbezahlt. Tritt ein qualifizierendes Versicherungsereignis ein, muss die Zweckgesellschaft die vertraglich vereinbarte Deckung an den Versicherungsnehmer zahlen und die Kapitalrückzahlung des ILS bei Verfall reduziert sich entsprechend. Typische Ausfallwahrscheinlichkeiten einzelner ILS, mittels Risikomodellen evaluiert, betragen zwischen 0.5% und 5%, d.h., man rechnet statistisch mit Ausfällen zwischen einmal per 200 Jahre bis einmal per 20 Jahre. Während gewisse ILS nur ein einziges Ereignisrisiko abdecken, decken viele ILS gleichzeitig mehrere direkte Ereignisrisiken ab. Für Ausfallwahrscheinlichkeiten von typischer Grösse ist die Ausfallwahrscheinlichkeit solcher Instrumente annähernd die Summe der Eintrittswahrscheinlichkeiten der definierenden Einzelexponierungen. Das definierende Katastrophenereignis in einer ILS muss nicht notwendigerweise durch die finanzielle Schadensleistung des Versicherten definiert sein. Viele Cat Bonds referenzieren z.B. auf Windfelder oder Erdbebenmagnituden, die von Messstationen nationaler meteorologischer oder geologischer Gesellschaften aufgezeichnet werden. Solche parametrischen Katastrophendefinitionen haben für Investoren den Vorteil einer zeitnahen Evaluierung nach einem Ereignis, ob es zu einer Kapitalreduktion gekommen ist.
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Sources: Treuhandvertrag & Prospekt