Common use of Wolfram Clause in Contracts

Wolfram. Die DRAG ist an Almonty Industries Inc. („Almonty“) beteiligt. Almonty produziert insbesondere Wolfram und verfügt über nennenswerte Explorationsflächen für Wolfram. Almonty und somit die DRAG-Gruppe sind in Er- mangelung lokaler Märkte von den Entwicklungen des globalen Wolfram-Marktes abhängig. ▇▇▇▇▇▇▇ ist eines der schwersten und härtesten Metalle und besitzt mit rund 3.422 Grad Celsius den höchsten Schmelzpunkt aller Metalle. Es ist daher ein wichtiger Bestandteil zahlreicher industrieller Anwendungen. Wolf- ram wird hauptsächlich für die Produktion von Schneidstoffen und verschleißfestem Material wie etwa Wolfram- karbid und Legierungsstahl eingesetzt. Über 50 % der Wolframproduktion wird für Wolframkarbid (WK) verwen- det, welches für seine extreme Härte bekannt ist. Wolframkarbid wird allein oder in Verbindung mit anderen Materialien für Schneidegeräte, Bergbau- und Bohrwerkzeuge, Panzerungen, Rundwerkzeuge, Messinstrumen- ten, Halterungen und die Schneideflächen von Sägen und Bohrern verwendet. Wolframstahl wird für Hochge- schwindigkeitsschneidegeräte, Rundwerkzeuge, Pressluftwerkzeuge, Stanzwerkzeuge, Lagerbüchsen und Ge- windebohrer eingesetzt. Einige Arten von Wolframstahl finden in der Raumfahrtindustrie Verwendung. Nichtle- gierter Wolfram wird in Drahtform als Glühdraht in elektrischen Lampen, Elektronen- und Fernsehröhren sowie als Heizelement in elektrischen Öfen und Heizungen eingesetzt. Wolframstäbe finden Verwendung als Unterlage für Lampenglühdrähte, elektrische Kontakte und Elektroden in Bogenlampen. Der Weltmarkt für ▇▇▇▇▇▇▇ wird aktuell von China dominiert; von dort kommen etwa 82% des weltweiten An- gebots. Von den rund 82.000 t ▇▇▇▇▇▇▇, die in 2017 gefördert wurden, entfielen 67.000 t auf China. Vietnam folgt mit einer Jahresproduktion von 6.600 t Wolfram, drittgrößter Produzent war Russland mit 2090 t Wolfram (Quelle: USGS, Mineral Commodity Summaries Tungsten, 2019). Darüber hinaus entfallen etwa 58% der weltweit nachgewiesenen Reserven auf China. Das Land ist derzeit der bestimmende Akteur am Markt und versucht, so- wohl Produktions- als auch Exportmengen zu kontrollieren (Quelle: Argus, Tungsten Monthly Outlook, June 2019). Hinzu kommt, dass ein immer größer werdender Anteil der Produktion zur Deckung der eigenen Nach- frage benötigt wird. China stellt bereits 60% der weltweiten Nachfrage. Auch die starken Preisanstiege seit 2008 haben nicht zu einer Verringerung der Abhängigkeit von China durch neue westliche Produzenten beigetragen. Die Europäische Union zählt ▇▇▇▇▇▇▇ zu den sog. Kritischen Rohstof- fen. Also der Gruppe von Rohstoffen, die eine hohe wirtschaftliche Bedeutung haben und einer steigenden An- gebotsverknappung bzw. Angebotskonzentration ausgesetzt sind (Quelle: Europäische Kommission, Critical Raw Materials, 2017). Noch in den 1990er Jahren war der Wolframmarkt weitestgehend durch eine Überschussproduktion aus China gekennzeichnet. Ein Großteil der westlichen Produzenten war gezwungen, die Produktion einzustellen. Im Jahr 2000 begann die chinesische Regierung jedoch mit der Kontrolle der eigenen Wolframproduktion und der Ein- führung von Exportrestriktionen. Der bis dahin entstandene Überschuss an Wolfram und die daraus resultieren- den Lagerbestände waren für viele Jahre der Grund für einen nur moderat ansteigenden Wolframpreis. In den Jahren 2005 und 2006 sind die Lagerbestände jedoch weitgehend abgebaut worden und der Marktpreis konnte sich wieder an die reale Angebots- und Nachfragesituation anpassen. Seit 2012 herrscht eine relative Preisstabi- lität. Die Preise auf dem chinesischen Markt sinken seit einiger Zeit wieder, da die Nachfrage aus der Hartmetallin- dustrie und Speziallegierungsindustrie ungewöhnlich gering ausfiel. Zwischen ▇▇▇▇ 2018 und ▇▇▇▇ 2019 wurde ein Preisrückgang auf dem chinesischen Markt von 20% verzeichnet (Quelle: Argus, Tungsten Monthly Outlook, June 2019, S. 3). Um die Preise zu stabilisieren einigen sich chinesische Wolframproduzenten vermehrt auf Pro- duktionskürzungen. Dagegen wurde auf dem europäischen Markt für Wolfram kein signifikanter Preisrückgang festgestellt, da Ange- bot und Nachfrage stabil bleiben. Jedoch besteht auch hier das Risiko sinkender Preise, getrieben von der Markt- situation in China. Außerdem sorgen sinkende Verkaufszahlen in der Automobilbranche und der Handelskonflikt zischen den USA und China für Preisdruck auf dem Wolframmarkt (Quelle: Argus, Tungsten Monthly Outlook, June 2019, S. 3). Nach Ansicht der DRAG ist zu erwarten, dass sich die Preise mittelfristig wieder stabilisieren, sollte sich der Han- delsstreit zwischen den USA und China lösen.

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Sources: Wertpapierprospekt, Wertpapierprospekt