Studiendesign. Das Projekt wurde als praxisnahe Praxisstudie mit Interventionsdesign durchgeführt, die jeweils eine Basisuntersuchung und eine Evaluationsphase beinhaltet. Die Ein- bettung in die Praxis bedingte, dass die Intervention nicht inhaltlich einheitlich durch- geführt werden konnte, sondern sich der Organisationsentwicklungsprozess jeweils an den Themen der Projektstationen ausrichtete. In der Basisuntersuchung, vor Be- ginn der Intervention, wurde der aktuelle Status der individuellen Belastungen sowie der Team- bzw. Organisationsfunktionalität mit einem standardisierten Fragebogen erfasst. Weiter wurden der Veränderungsbedarf und aktuelle Problemfelder aus Sicht der Projektteilnehmer erhoben. Nach Ende der Intervention wurden vergleichbare Informationen sowie die Beurteilung der erlebten Veränderungen und des Projektes insgesamt erfragt. Die Fragebögen wurden jeweils berufsgruppenspezifisch formu- liert, d. h. es gab eine Version für das pflegerische und eine für das ärztliche Perso- nal (vgl. „Arbik“-Fragebogen im Anhang 1a und 1b bzw. 2a und 2b). Um die vor und nach der Intervention erhobenen Daten personenbezogen zuordnen zu können, wurden die Studienteilnehmer gebeten, ein Passwort auf dem Fragebo- gen anzugeben. Somit stand die analog vor und nach der Intervention erhobene In- formation zur Evaluation der Intervention (ØVRETVEIT, 2002) für einen exakten Prä/Postvergleich und – über die Bildung individueller Differenzwerte – für die Unter- suchung eventueller differentieller Effekte zur Verfügung. Wesentliches Element der Konzeption ist die Einbettung der Studie als Mitarbeiterbe- fragung in die Organisation (BORG, 2003). Die Präsentation und Rückführung der Ergebnisse sind wesentlicher Teil der Maßnahme und im vorliegenden Fall Bestand- teil der Intervention. Die Ergebnisse der Befragung in der Basisuntersuchung gehen in die inhaltliche Planung der Interventionen ein. Der Fragebogen, der vor (t1) und nach (t2) der Intervention verwendet wurde, be- stand aus mehreren Komponenten: zum einen wurden Skalen aus der deutschen Version des Copenhagen Psychosocial Questionnaire (COPSOQ; NÜBLING et al., 2005) verwendet, zum anderen Einzelfragen - zu wichtigen Gründen für Probleme im Arbeitsablauf, - zum Veränderungs-/Verbesserungsbedarf (t1) bzw. erlebten Veränderungen (t2) und - zur Zusammenarbeit auf Station. Nach der Intervention wurde zudem die Zufriedenheit mit dem Projekt erfasst (Tab. 2.1). Tab. 2.1 Komponenten des Erhebungsinstruments zum Zeitpunkt t1 und t2 gleichbleibende Komponenten angepasste Komponenten neue Komponente in t2 t1 psychosoziale Belastungen und Beanspruchungen (COPSOQ-Skalen) Zusammenarbeit auf Station Veränderungsbedarf, Problembereiche t2 psychosoziale Belastungen und Beanspruchungen (COPSOQ-Skalen) Zusammenarbeit auf Station erlebte Veränderungen Projekteinstufung
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Sources: Research Report, Research Report