Common use of Ergebnis Clause in Contracts

Ergebnis. Das Geschäftsjahr 2021 wurde mit einem Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschrei- bungen (EBITDA) von EUR 47,5 Mio. (Vorjahr EUR 118,8 Mio.) abgeschlossen. Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) und nach Ergebnisübernahmen beträgt EUR 5,0 Mio. (Vorjahr EUR 73,2 Mio.). Hier sind EUR -3,4 Mio. (Vorjahr EUR -14,4 Mio.) Ergeb- nisübernahme von AGF D und EUR 0,1 Mio. (Vorjahr EUR 0,1 Mio.) von der WUG ent- halten. Die Verluste in der AGF D resultieren hauptsächlich aus Verlusten der WiBaGe, im Wesentlichen getrieben durch die Abschreibungen der neuen Bäckerei in Wittenberg. Das EBITDA errechnet sich aus dem Ergebnis vor Steuern zuzüglich Zinsen (EUR 1,0 Mio.), Ergebnisübernahmen (EUR 3,3 Mio.) und kalkulatorischen Abschrei- bungen (EUR 33,7 Mio.). Weiterhin werden periodenfremde Erträge (EUR 6,0 Mio.) und Aufwendungen (EUR 10,4 Mio.) sowie geschäftsfremde Aufwendungen (EUR 0,1 Mio.) eliminiert. Der signifikante Rückgang des EBITDA und des Ergebnisses vor Ertragsteuern (EBT) entspricht grundsätzlich der Prognose im letzten Geschäftsbericht. Hauptursache dieses Rückgangs waren die extrem gestiegenen Energie- und Erdgaskosten als Ergebnis des geopolitischen Umfeldes aus europäischer Energiepolitik, verzögerter Zulassung der Gaspipeline Nordstream 2, getrieben durch die Ukraine-Krise, und zeitweilig einge- schränkte Nachfrageströme für LNG aus den USA. Auch wenn die Bruttoumsatzerlöse (Produktmix) vor diesem Hintergrund im Jahresdurchschnitt um 64 % gestiegen sind, konnten diese die Kostensteigerung aus Erdgas um 275 % und Strom um 116 % bei weitem nicht decken. In Summe hat dies zu einer signifikanten Margenverschlechterung geführt. Anlassbezogen wurden im 2. Halbjahr kurzfristig präventive Maßnahmen im Un- ternehmen und nach außen installiert, um sich dieser branchenweiten, globalen Entwick- lung im Tagesgeschäft geeignet zu stellen. Die Fixkosten liegen unter dem Niveau 2020. Aufgrund der nur verkürzten Generalrepa- ratur, ohne planmäßige Abstellung im Bereich Ammoniak, sind die Instandhaltungskos- ten gesunken. Auch gab es Einsparungen bei den sonstigen betrieblichen Ausgaben, den Personalkosten und bei den Fremdleistungen. Diese Verbesserungen konnten Mehrkosten aufgrund außerplanmäßiger Störungen der Produktionsanlagen v. a. bei PVI-Erdgas für An- und Abfahrprozessen, erhöhten Abschreibungen und Versicherun- gen überkompensieren. COVID-19 hat uns auch im Geschäftsjahr 2021 extrem beschäftigt. Dank unserer recht- zeitig und in geeigneter Form eingeleiteten präventiven Maßnahmen konnten wir aus unserer Sicht diese komplizierte Zeit weiterhin gut und ohne nennenswerte Ausfälle meistern. ▇▇▇▇▇▇▇▇▇ war dabei auch, dass der Agro-Chemie Park mit seinen sechs Stör- fallanlagen, der Großbäckerei und dem neuen IT-/ Data-Center durch die Behörden als systemrelevante Infrastruktur eingestuft ist. Das Agro-Chemie Park-Konzept wurde weiter umgesetzt und die Einnahmen aus der Belieferung der angesiedelten Firmen mit Energie, Medien und Vorprodukten bzw. Dienstleistungen tragen zur Refinanzierung der in den Vorjahren in zweistelliger Millio- nenhöhe erfolgten Infrastrukturausgaben bei. Die Umsatzrendite (vor Steuern) beträgt 1 % (im Vorjahr 15 %). Der Umsatz je Mitarbei- ter liegt bei EUR 1.055.055 (im Vorjahr EUR 625.000).

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Sources: Testatsexemplar Jahresabschluss Und Lagebericht, Testatsexemplar Jahresabschluss Und Lagebericht