Berufsausbildung. Ausbildungsstatistik Tabelle 2: Auszubildendenstatistik im Ausbildungsberuf "Berufskraftfahrer" im Zeitraum von 2008 bis 2016 Ausbildungsverträge Neu ab- Prüfungsteilnehmer vorzeitig aufgelöste Verträge geschl. Jahr von Männern von Frauen insge- ge- samt Aus- bildungs- verträge insge- samt darunter bestan- den 1. Lehr- jahr 2. Lehr- jahr 3. Lehr- jahr insge- samt 2008 3.940 122 4.062 2.066 691 558 501 227 60 788 2009 4.636 174 4.810 2.134 810 630 509 328 86 923 2010 5.091 195 5.286 2.466 1.386 1.116 534 321 141 996 2011 6.042 234 6.276 3.264 1.518 1.▇▇▇ ▇▇▇ ▇▇▇ 132 1.344 2012 6.717 258 6.975 3.270 1.665 1.389 1.116 441 129 1.686 2013 7.035 258 7.293 3.222 1.785 1.461 1.020 528 204 1.752 2014 6.876 255 7.131 3.180 2.310 1.869 1.▇▇▇ ▇▇▇ ▇▇▇ 1.803 2015 6.807 276 7.083 3.135 2.310 1.848 996 462 189 1.647 2016 6.543 303 6.846 2.979 2.232 1.782 990 504 225 1.719 Quelle: Statistisches Bundesamt (Fachserie 11 Reihe 3). Die Lösungsquote beschreibt den Anteil der vorzeitig gelösten Ausbildungsverträge an al- len begonnen Ausbildungsverhältnissen; sie wird mittels Schichtenmodell des Bundesin- stituts für Berufsbildung errechnet. Während die Lösungsquote der Berufskraftfahrer im Jahr 2010 noch bei 39,8 Prozent lag, stieg sie im Zeitverlauf und erreichte im Jahr 2014 mit 46,5 Prozent ihren Höhepunkt. Im Jahr 2015 wurde bundesweit ein Rückgang der Lö- sungsquote der angehenden Berufskraftfahrer um 3,4 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr registriert (siehe Tabelle 3). Dagegen ist die durchschnittliche Lösungsquote über alle Ausbildungsberufe weiterhin gestiegen. Die Lösungsquote betrug im Jahr 2015 43,1 Prozent und war in Westdeutschland signifikant niedriger als in Ostdeutschland. Insge- samt gehört der Ausbildungsberuf zum Berufskraftfahrer nach wie vor zu den Ausbil- dungsberufen mit sehr hohen Lösungsquoten. Im Jahr 2015 wurden insgesamt 1.647 Ausbildungsverträge aufgelöst. Tabelle 3: Lösungsquote der Auszubildenden zum Berufskraftfahrer im Vergleich zum bun- desweiten Durchschnitt über alle Ausbildungsberufe im Zeitraum von 2010 bis 2015 Jahr Alle Ausbildungs- berufe Berufskraftfahrer Deutschland gesamt Westdeutschland Ostdeutschland 2010 23,0 39,8 39,0 42,2 2011 24,4 43,7 42,9 46,9 2012 24,4 45,9 44,9 49,5 2013 25,0 45,5 45,5 45,5 2014 24,7 46,5 46,0 48,3 2015 24,9 43,1 42,5 46,1 Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung (2016). Lösungsquote Abbildung 18 stellt die schulische Vorbildung der Auszubildenden zum Berufskraftfahrer dar, die im Zeitraum von 2010 bis 2016 Ausbildungsverträge neu abgeschlossen haben. Mit rund 55,5 Prozent bildeten Auszubildende mit einem Hauptschulabschluss oder ei- nem vergleichbaren Abschluss im Jahr 2016 zwar immer noch die Mehrheit; ihr Anteil folgte jedoch in den letzten Jahren einem negativen Trend. Insbesondere im Jahr 2016 war der anteilsmäßige Rückgang in dieser Gruppe mit 4,7 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr besonders ausgeprägt. Auszubildende mit Realschulabschluss waren im Jahr 2016 mit rund 33,8 Prozent anteilsmäßig die zweitstärkste Gruppe, die im Jahr 2016 anteilig deutlich gewachsen ist. Der Anteil der Auszubildenden mit Hochschul-/Fach- schulreife ist seit 2010 steigend; im Jahr 2016 lag er bei 4,2 Prozent. Der Anteil der Aus- zubildenden, die keinen Schulabschluss vorwiesen, lag im Jahr 2016 – wie im Vorjahr – bei 4,7 Prozent. 2010 4,9 61,8 29,3 2,8 2011 4,3 64,3 27,5 2,9 2012 4,3 64,3 27,4 3,0 2013 4,7 62,1 28,8 3,5 2014 4,4 60,5 30,4 3,7 2015 4,7 60,2 29,9 4,3 2016 4,7 55,5 33,8 4,2 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% ohne Hauptschulabschluss Hauptschulabschluss Realschul- oder vergleichbarer Abschluss Hochschul-/Fachhochschulreife im Ausland erworbener Abschluss Quelle: Statistisches Bundesamt (Fachserie 11 Reihe 3). Eigene Berechnung. Eigene Darstellung. Der Abbildung 19 ist zu entnehmen, dass sich das Alter der Auszubildenden zum Berufs- kraftfahrer bei Ausbildungsbeginn in den vergangenen Jahren tendenziell erhöht hat. Der Anteil der Auszubildenden, die bei Ausbildungsbeginn 23 Jahre oder älter waren, stieg im Zeitraum von 2008 bis 2014 merklich an. Seit dem Jahr 2015 sank der Anteil dieser Al- tersgruppe. Im Jahr 2016 lag er bei 26,3 Prozent. Der Anteil der Auszubildenden, die bei Ausbildungsbeginn 18 Jahre oder jünger waren, reduzierte sich im Zeitraum von 2005 bis 2011 deutlich. Seit dem Jahr 2012 ist ihr Anteil allerdings wieder steigend. Wurden im Jahr 2010 noch 24,5 Prozent der Auszubildenden zu dieser Alterskategorie gezählt, wa- ren es im Jahr 2016 mit einem Anteil von 30,4 Prozent rund 5,9 Prozentpunkte mehr. Der Anteil der 19- bis 22-Jährigen ist seit dem Jahr 2011 sinkend und lag zuletzt bei knapp 39 Schulische Vorbildung der Auszubildenden Altersstruktur der Auszubildenden Prozent. Im Rahmen der Marktbeobachtung berichtete ein Großteil der Ausbildungsbe- triebe, dass es bei der Ausbildung von Jugendlichen, die jünger als 18 Jahre sind, oft- mals zu Schwierigkeiten im ersten Lehrjahr und Motivationsminderung seitens der Aus- zubildenden komme, da sie in der Zeit bis zum Erreichen des Mindestalters für den Er- werb des Führerscheins keinen Lastkraftwagen selber steuern dürfen; dies sei jedoch für die Jugendlichen der ausschlaggebende Grund, mit der Ausbildung als Berufskraftfahrer zu beginnen. 60,0% 50,0% 40,0% 30,0% 20,0% 10,0% 0,0% 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 18 Jahre und jünger 19 bis 22 Jahre 23 Jahre und älter Quelle: Statistisches Bundesamt (Fachserie 11 Reihe 3). Eigene Berechnung. Eigene Darstellung. Die gesetzlichen Vorschriften des BKrQFG besagen, dass der alleinige Besitz des Füh- rerscheines der Klassen C/CE für die Durchführung des gewerblichen Güterkraftverkehrs auf öffentlichen Straßen nicht ausreichend ist. Fahrer, die den Führerschein der Klassen C/CE nach dem 10.09.2009 erworben haben, müssen eine Prüfung zur Grundqualifikati- on (Mindestalter 18 Jahre) bzw. beschleunigten Grundqualifikation (Mindestalter 21) nach dem BKrFQG bei der örtlichen IHK ablegen. Zudem müssen alle Berufskraftfahrer nach dem BKrFQG Weiterbildungen im 5-Jahres-Rhythmus nachweisen (Eintrag der Kennzif- fer 95 im Führerschein). Nach Erkenntnissen des Bundesamtes tragen die meisten Un- ternehmen die Kosten der Weiterbildung, die sich auf 80 bis 120 Euro pro Modul belau- fen. Allerdings stellen die Arbeitgeber ihre Fahrer für die Zeiten der Absolvierung der Wei- terbildungsmodule in der Regel nicht frei. Durch die (beschleunigte) Grundqualifikation werden deutlich mehr Fahrer qualifiziert als durch die klassische dreijährige Berufsausbil- dung. Die Vorteile der (beschleunigten) Grundqualifikation liegen hauptsächlich in der kurzen Dauer der Qualifizierung, der dadurch schnelleren Verfügbarkeit der Fahrer auf dem Arbeitsmarkt sowie im geringeren Einsatz personeller und finanzieller Ressourcen. Abbildung 20 stellt die Entwicklung der Zahlen der Grundqualifikation, der beschleunigten Grundqualifikation und der „klassischen“ Ausbildungsverhältnisse sowie der entspre- chenden Bestehensquoten grafisch dar. In den letzten Jahren wurde ein deutliches Wachstum der Prüfungsteilnehmer an der beschleunigten Grundqualifikation beobachtet. Nach Angaben der DIHK-Gesellschaft für berufliche Bildung wurden im Jahr 2016 insge- Berufliche Qualifizierung – BKrFQG samt 16.203 Prüfungen zur beschleunigten Grundqualifikation durchgeführt. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutete dies ein Plus von 3,1 Prozent. Die Bestehensquote erfuhr eben- falls eine positive Entwicklung. Während im Jahr 2009 noch knapp 82 Prozent der Teil- nehmer die beschleunigte Grundqualifikation bestanden, waren es im Jahr 2016 bereits knapp 85 Prozent. Die Grundqualifikation ist in ihrer Zahlenstärke mit 228 Prüfungsteil- nehmern im Jahr 2016 für die Nachwuchssicherung im Berufsbild nahezu unbedeutend. 20.000 100% 18.000 16.000 80% 14.000 12.000 60% 10.000 8.000 40% 6.000 4.000 20% 2.000 0% Grundqualifikation (Regelprüfung) Ausbildung Prüfungsteilnehmer Bestehensquote 11.537 11.212 12.828 14.446 15.378 15.719 16.203 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 0 116 153 177 228 3.038 810 1.386 Quellen: Statistiken der DIHK-Gesellschaft für berufliche Bildung – Organisation zur Förderung der IHK- Weiterbildung mbH und der DIHK, Statistisches Bundesamt (Fachserie 11 Reihe 3). Eigene Darstellung. Für Umschüler mit dem Berufswunsch „Berufskraftfahrer im Güterverkehr“ bzw. Jugendli- che, die kein Ausbildungsverhältnis auf regulärem Wege fanden und als arbeitslos ge- meldet sind, besteht die Möglichkeit, an einem der verschiedenen Programme der Bun- desagentur für Arbeit (BA) teilzunehmen. Zum einen wird jungen Erwachsenen die Teil- nahme an einer abschlussorientierten Maßnahme, die zu einer regulären IHK- Abschlussprüfung als Berufskraftfahrer führt, angeboten. Zum anderen wird förderfähigen Personen die Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen angeboten, die i.d.R. in Koope- ration mit Bildungsträgern durchgeführt werden. Die Förderung der beruflichen Weiterbil- dung nach §§ 81 ff SGB III (FbW) ist ein wichtiges arbeitsmarktpolitisches Instrument, um die Beschäftigungschancen durch eine berufliche Qualifizierung zu verbessern. Über die Anzahl der geförderten Personen informiert die BA im Rahmen der statistischen Auswer- tungen, die in Tabelle 4 präsentiert werden. In der Statistik finden sich unter der Zusam- Berufliche Qualifizierung – Fördermaßnahmen der Bundesagentur für Arbeit menfassung "berufliche Weiterbildung mit Abschluss" die beiden Maßnahmenkategorien „Gruppen- und betriebliche Einzelmaßnahmen mit Abschluss“ in einem anerkannten Ausbildungsberuf. Nur bei Maßnahmen mit Abschluss in einem anerkannten Ausbil- dungsberuf zielt die Förderung der beruflichen Weiterbildung auf eine Vollqualifizierung. Den so genannten Umschülern werden Maßnahmen beruflicher Weiterbildung angebo- ten, die auf die Vermittlung von Fertigkeiten abzielen, die in einem grundsätzlich schon erlernten Beruf oder bereits ausgeübtem Berufsfeld Verwendung finden und inhaltlich ei- nem in der Klassifikation der Berufe 2010 genannten Beruf zugeordnet werden.1 Für die- se Personengruppe besteht die Möglichkeit, Teilqualifizierungen, die speziell für den Be- ruf des Berufskraftfahrers konzipiert wurden, zu absolvieren und auf diesem Wege z.B. die beschleunigte Grundqualifikation zu erreichen. In der Statistik ist die Anzahl der Um- ▇▇▇▇▇▇▇ unter "sonstige berufliche Weiterbildung" zu finden. Tabelle 4 präsentiert die Ent- wicklung der Anzahl der durch die BA geförderten Personen mit dem Zielberuf des Be- rufskraftfahrers im Zeitraum von 2012 bis 2016. Aus der Analyse der Teilnehmerzahlen erging eine Steigerung der Anzahl der geförderten Maßnahmen, die zu sonstigen berufli- chen Weiterbildungen zählten. Dies deutet darauf hin, dass zunehmend Umschüler mit dem Berufsziel „Berufskraftfahrer (Güterverkehr/LKW)“ von der BA gefördert werden. Im Jahr 2016 wurden im Jahresdurchschnitt 6.550 Weiterbildungen gefördert; dies war eine Steigerung von rund 7,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Allerdings war die Anzahl der Förderungen der beruflichen Weiterbildung mit Abschluss seit 2014 rückgängig. Dies be- deutet, dass immer weniger Personen an Maßnahmen zur Vollqualifizierung (berufsquali- fizierender IHK-Abschluss) teilgenommen haben. Im Jahr 2016 waren es lediglich 305; eine Abnahme in Höhe von 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Tabelle 4: Teilnehmerbestand in Maßnahmen zur Förderung der beruflichen Weiterbildung FbW mit dem Schulungsziel bzw. Beruf „Berufskraftfahrer (Güterverkehr/LKW)“ - Jahresdurchschnitt Berichtsjahr FbW Bestand insgesamt davon: FbW mit Abschluss FbW sonstige Weiterbildung 2012 5.285 602 4.683 2013 6.279 495 5.784 2014 6.472 548 5.924 2015 6.510 420 6.090 2016 6.855 305 6.550 Quelle: Bundesagentur für Arbeit. Die Entwicklung der durchschnittlichen tariflichen Ausbildungsvergütung für angehende Berufskraftfahrer im Zeitraum von 2010 bis 2016 wird in Abbildung 21 grafisch dargestellt. Die durchschnittliche Vergütung der Berufskraftfahrerauszubildenden war sowohl in den neuen als auch in den alten Bundesländern im Beobachtungszeitraum im Vergleich zu den Vergütungssätzen in anderen Ausbildungsberufen unterdurchschnittlich; in den neu- Ausbildungsvergütung
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Sources: Marktbeobachtung Güterverkehr, Marktbeobachtung Güterverkehr
Berufsausbildung. Ausbildungsstatistik Tabelle 2: Auszubildendenstatistik im Ausbildungsberuf "BerufskraftfahrerFachlagerist" im Zeitraum von 2008 2009 bis 2016 Jahr Ausbildungsverträge am 31.12. Neu ab- abgeschl. Ausbildungs- verträge Prüfungsteilnehmer vorzeitig aufgelöste Verträge geschl. Jahr von Männern von Frauen insge- ge- samt Aus- bildungs- verträge insge- samt insgesamt insgesamt darunter bestan- den bestanden 1. Lehr- jahr Lehrjahr 2. Lehr- jahr 3. Lehr- jahr insge- samt 2008 3.940 122 4.062 2.066 691 558 Lehrjahr insgesamt 2009 10.428 1.049 11.477 6.045 5.513 4.728 1.243 496 1.739 2010 10.329 984 11.313 6.300 5.748 4.932 1.284 501 227 60 788 2009 4.636 174 4.810 2.134 810 630 509 328 86 923 2010 5.091 195 5.286 2.466 1.386 1.116 534 321 141 996 1.785 2011 6.042 234 6.276 3.264 10.128 933 11.061 6.081 5.379 4.638 1.518 1.▇▇▇ ▇▇▇ ▇▇▇ 132 1.344 501 2.019 2012 6.717 258 6.975 3.270 1.665 1.389 1.116 441 129 1.686 9.750 978 10.728 5.958 5.328 4.755 1.395 540 1.935 2013 7.035 258 7.293 3.222 1.785 1.461 1.020 528 204 1.752 9.390 975 10.365 5.718 5.235 4.647 1.320 492 1.812 2014 6.876 255 7.131 3.180 2.310 1.869 1.▇▇▇ ▇▇▇ ▇▇▇ 1.803 9.114 915 10.029 5.557 5.040 4.446 1.380 513 1.893 2015 6.807 276 7.083 3.135 2.310 1.848 996 462 189 1.647 9.144 897 10.041 5.691 4.965 4.218 1.380 510 1.890 2016 6.543 303 6.846 2.979 2.232 1.782 990 504 225 1.719 9.132 888 10.020 5.640 4.812 4.182 1.434 561 1.995 Quelle: Statistisches Bundesamt (Fachserie 11 Reihe 3). Die Lösungsquote beschreibt den Anteil der vorzeitig gelösten Ausbildungsverträge an al- len begonnen begonnenen Ausbildungsverhältnissen; sie wird mittels Schichtenmodell des Bundesin- stituts Bundes- instituts für Berufsbildung errechnet. Die Lösungsquote der angehenden Fachlageristen lag in der Betrachtungsperiode von 2010 bis 2015 oberhalb der durchschnittlichen Lö- sungsquote über alle Ausbildungsberufe. Zudem ist sie tendenziell gestiegen. Während die Lösungsquote der Berufskraftfahrer Fachlageristen im Jahr 2010 noch bei 39,8 26,9 Prozent lag, stieg betrug sie im Zeitverlauf und erreichte im Jahr 2014 mit 46,5 Prozent ihren Höhepunkt. Im Jahr 2015 wurde bundesweit ein Rückgang der Lö- sungsquote der angehenden Berufskraftfahrer um 3,4 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr registriert bereits 30,2 Prozent (siehe Tabelle 3). Dagegen ist die durchschnittliche Lösungsquote über alle Ausbildungsberufe weiterhin gestiegen. Die Lösungsquote betrug im Jahr 2015 43,1 Prozent und der Fachlageris- ten war in Westdeutschland signifikant niedriger als in Ostdeutschland. Insge- samt gehört der Ausbildungsberuf zum Berufskraftfahrer nach wie vor zu den Ausbil- dungsberufen mit sehr hohen Lösungsquoten. Im Jahr 2015 wurden insgesamt 1.647 Ausbildungsverträge aufgelöst. Tabelle 3: Lösungsquote der Auszubildenden zum Berufskraftfahrer Fachlageristen im Vergleich zum bun- desweiten Durchschnitt über alle Ausbildungsberufe im Zeitraum von 2010 bis 2015 Jahr Alle Ausbildungs- berufe Berufskraftfahrer Deutschland gesamt Westdeutschland Ostdeutschland Ausbildungsberufe Fachlagerist 2010 23,0 39,8 39,0 42,2 26,9 26,3 28,4 2011 24,4 43,7 42,9 46,9 29,0 29,0 33,2 2012 24,4 45,9 44,9 49,5 29,0 28,2 32,2 2013 25,0 45,5 45,5 45,5 27,8 27,5 29,0 2014 24,7 46,5 46,0 48,3 24,6 30,0 29,1 33,7 2015 24,9 43,1 42,5 46,1 30,2 29,4 34,0 Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung (2016). Die Ergebnisse der Befragung des Bundesamtes von angehenden Fachlageristen und Fachkräften für Lagerlogistik zeigten, dass rund 27,8 Prozent der Auszubildenden bereits über einen Abbruch der Ausbildung nachgedacht haben. Die unterschiedlichen Gründe für den Abbruch werden in Abbildung 23 grafisch dargestellt. Das als niedrig empfundene Gehalt wurde hierbei am häufigsten angegeben. Die Vergütung während der Ausbildung Lösungsquote Lösungsquote BAG-Umfrage: Gründe für Ausbildungsabbruch würde nach Angaben der Auszubildenden die Lebenshaltungskosten nicht ausreichend decken können. Die Ausgaben für eine eigene Unterkunft und die Anfahrtskosten zum Unternehmensstandort wurden in diesem Zusammenhang als gewichtige Kostenpositio- nen angeführt. Insbesondere in Regionen mit hohen Mietpreisen – in Großstädten und Ballungsräumen – hat diese Problematik eine erhebliche Bedeutung. Um Unternehmens- standorte in Gewerbegebieten mit einer unzureichenden Anbindung durch öffentliche Verkehrsmittel zu erreichen, sind die Auszubildenden auf das (eigene) Fahrzeug ange- wiesen – dies führt ebenfalls zu relativ hohen Ausgaben für die Anfahrt zum Ausbil- dungsbetrieb. Ungelöste Konflikte im Betrieb wie Schwierigkeiten mit Vorgesetzten und Kollegen sind oftmals Auslöser für einen möglichen Ausbildungsabbruch. Unerfüllte Er- wartungen und falsche Vorstellung vom Berufsbild führten ebenfalls zu den Überlegun- gen, die Ausbildung vorzeitig zu beenden. Um das Risiko eines Ausbildungsabbruchs aufgrund falscher Vorstellungen vom Tätigkeitsprofil zu minimieren, haben die Personal- verantwortlichen gute Erfahrungen mit kurzzeitigen Praktika vor der Ausbildungsaufnah- me gemacht. Auf diese Weise erhalten die Interessenten die Möglichkeit, die Tätigkeiten und das Arbeitsumfeld im Lager kennen zu lernen und zu entscheiden, ob dies die richti- ge Berufswahl sei. Bei erfolgreicher Kooperation wird dem Interessenten i.d.R. ein Aus- bildungsplatz angeboten. Niedriges Gehalt 130 Schwierigkeiten mit Vorgesetzten Private Gründe Erwartungen nicht erfüllt Falsche Vorstellungen von Berufsbild / Arbeitsbedingungen Schlechte Zukunfsaussichten Schwierigkeiten mit Kollegen Ich bin unterfordert Probleme in der Berufsschule Ich bin überfordert 0 100 150 Quelle: Bundesamt für Güterverkehr. Abbildung 18 24 stellt die schulische Vorbildung schulischen Abschlüsse der Auszubildenden zum Berufskraftfahrer Fachlageristen dar, die im Zeitraum von 2010 bis 2016 Ausbildungsverträge neu abgeschlossen haben. Mit rund 55,5 Prozent bildeten Auszubildende Die Auszubildenden mit einem Hauptschulabschluss oder ei- nem einem vergleichbaren Abschluss Ab- schluss bildeten die Mehrheit. Allerdings reduzierte sich ihr Anteil seit 2010 deutlich. Während im Jahr 2010 noch 67,0 Prozent der angehenden Fachlageristen einen Haupt- schulabschluss hatten, waren es im Jahr 2016 zwar immer noch die Mehrheit; ihr Anteil folgte jedoch in den letzten Jahren einem negativen Trend. Insbesondere im Jahr 2016 war der anteilsmäßige Rückgang in dieser Gruppe mit 4,7 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr besonders ausgeprägtlediglich 61,0 Prozent. Auszubildende mit einem Realschulabschluss waren bildeten im Jahr 2016 mit rund 33,8 26,4 Prozent anteilsmäßig die Schulische Vorbildung der Auszubildenden zweitstärkste Gruppe, die . Sie ist seit 2014 anteilig gewachsen. Der Anteil der Auszubilden- den mit Hochschul-/Fachhochschulreife entwickelte sich seit 2010 stetig positiv und er- reichte im Jahr 2016 anteilig deutlich gewachsen istrund 3,4 Prozent. Der Anteil der Auszubildenden, die über keinen Schulabschluss verfügten, betrug im Jahr 2016 rund 7,5 Prozent. Auszubildende ohne Schulabschluss waren im Ausbildungsberuf „Fachlagerist“ überdurchschnittlich oft vertre- ten. Der Anteil der Auszubildenden mit Hochschul-/Fach- schulreife ist seit 2010 steigend; ausländischen Schulabschlüssen stieg im Jahr 2016 lag er bei 4,2 Prozent. Der Anteil der Aus- zubildenden, die keinen Schulabschluss vorwiesen, lag auf rund 1,6 Prozent – 0,7 Prozentpunkte mehr als im Jahr Vorjahr. 2016 – wie im Vorjahr – bei 4,7 Prozent. 7,5 61,0 26,4 3,4 1,6 2015 6,6 65,8 24,1 2,60,9 2014 8,5 64,6 23,5 2,41,0 2013 7,3 68,0 22,2 1,8 0,7 2012 7,2 68,0 22,3 1,7 0,9 2011 7,5 66,6 23,3 1,6 1,0 2010 4,9 61,8 29,3 2,8 2011 4,3 64,3 27,5 2,9 2012 4,3 64,3 27,4 3,0 2013 4,7 62,1 28,8 3,5 2014 4,4 60,5 30,4 3,7 2015 4,7 60,2 29,9 4,3 2016 4,7 55,5 33,8 4,2 0% 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% 7,9 67,0 22,3 1,5 1,3 ohne Hauptschulabschluss Hauptschulabschluss Realschul- oder vergleichbarer Abschluss Hochschul-/Fachhochschulreife im Ausland erworbener Abschluss Ausländische Abschlüsse Quelle: Statistisches Bundesamt (Fachserie 11 Reihe 3). Eigene Berechnung. Eigene Darstellung. Der Abbildung 19 25 ist zu entnehmen, dass sich das Alter der Auszubildenden zum Berufs- kraftfahrer Fachlageristen bei Ausbildungsbeginn in den vergangenen Jahren tendenziell erhöht hatgesunken ist. Der Anteil der Auszubildenden, die bei Ausbildungsbeginn 18 Jahre oder jünger waren, stieg im Zeitraum von 2010 bis 2015 merklich an. Im Jahr 2016 reduzierte sich der Anteil dieser Altersgruppe allerdings leicht auf 37,9 Prozent. Der Anteil der Auszubildenden, die bei Ausbildungsbeginn 19 bis 22 Jahre waren, ging im Zeitraum von 2010 bis 2016 deutlich zurück. Wurden im Jahr 2010 noch 50,1 Prozent der Auszubildenden zu dieser Alterska- tegorie gezählt, waren es im Jahr 2016 mit einem Anteil von 42,6 Prozent rund 7,5 Pro- zentpunkte weniger. Der Anteil der Auszubildenden, die bei Ausbildungsbeginn 23 Jahre oder älter waren, stieg im Zeitraum von 2008 bis 2014 merklich anbefindet sich seit 2012 trotz geringer jährlicher Schwankungen auf ei- nem relativ konstanten Niveau um die 20-Prozent-Marke. Seit dem Jahr 2015 sank der Anteil dieser Al- tersgruppe. Im Jahr 2016 lag Zuletzt betrug er bei 26,3 19,5 Prozent. Der Anteil der Auszubildenden, die bei Ausbildungsbeginn 18 Jahre oder jünger waren, reduzierte sich im Zeitraum von 2005 bis 2011 deutlich. Seit dem Jahr 2012 ist ihr Anteil allerdings wieder steigend. Wurden im Jahr 2010 noch 24,5 Prozent der Auszubildenden zu dieser Alterskategorie gezählt, wa- ren es im Jahr 2016 mit einem Anteil von 30,4 Prozent rund 5,9 Prozentpunkte mehr. Der Anteil der 19- bis 22-Jährigen ist seit dem Jahr 2011 sinkend und lag zuletzt bei knapp 39 Schulische Vorbildung der Auszubildenden Altersstruktur der Auszubildenden Prozent. Im Rahmen der Marktbeobachtung berichtete ein Großteil der Ausbildungsbe- triebe, dass es bei der Ausbildung von Jugendlichen, die jünger als 18 Jahre sind, oft- mals zu Schwierigkeiten im ersten Lehrjahr und Motivationsminderung seitens der Aus- zubildenden komme, da sie in der Zeit bis zum Erreichen des Mindestalters für den Er- werb des Führerscheins keinen Lastkraftwagen selber steuern dürfen; dies sei jedoch für die Jugendlichen der ausschlaggebende Grund, mit der Ausbildung als Berufskraftfahrer zu beginnen. 60,0% 50,0% 40,0% 30,0% 20,0% 10,0% 0,0% 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 18 Jahre und jünger 2012 2013 2014 2015 2016 18 Jahre und jünger 19 bis 22 Jahre 23 Jahre und älter Quelle: Statistisches Bundesamt (Fachserie 11 Reihe 3). Eigene Berechnung. Eigene Darstellung. Die gesetzlichen Vorschriften des BKrQFG besagen, dass der alleinige Besitz des Füh- rerscheines der Klassen C/CE für die Durchführung des gewerblichen Güterkraftverkehrs auf öffentlichen Straßen nicht ausreichend ist. Fahrer, die den Führerschein der Klassen C/CE nach dem 10.09.2009 erworben haben, müssen eine Prüfung zur Grundqualifikati- on (Mindestalter 18 Jahre) bzw. beschleunigten Grundqualifikation (Mindestalter 21) nach dem BKrFQG bei der örtlichen IHK ablegen. Zudem müssen alle Berufskraftfahrer nach dem BKrFQG Weiterbildungen im 5-Jahres-Rhythmus nachweisen (Eintrag der Kennzif- fer 95 im Führerschein). Nach Erkenntnissen des Bundesamtes tragen die meisten Un- ternehmen die Kosten der Weiterbildung, die sich auf 80 bis 120 Euro pro Modul belau- fen. Allerdings stellen die Arbeitgeber ihre Fahrer für die Zeiten der Absolvierung der Wei- terbildungsmodule in der Regel nicht frei. Durch die (beschleunigte) Grundqualifikation werden deutlich mehr Fahrer qualifiziert als durch die klassische dreijährige Berufsausbil- dung. Die Vorteile der (beschleunigten) Grundqualifikation liegen hauptsächlich in der kurzen Dauer der Qualifizierung, der dadurch schnelleren Verfügbarkeit der Fahrer auf dem Arbeitsmarkt sowie im geringeren Einsatz personeller und finanzieller Ressourcen. Abbildung 20 stellt die Entwicklung der Zahlen der Grundqualifikation, der beschleunigten Grundqualifikation und der „klassischen“ Ausbildungsverhältnisse sowie der entspre- chenden Bestehensquoten grafisch dar. In den letzten Jahren wurde ein deutliches Wachstum der Prüfungsteilnehmer an der beschleunigten Grundqualifikation beobachtet. Nach Angaben der DIHK-Gesellschaft für berufliche Bildung wurden im Jahr 2016 insge- Berufliche Qualifizierung – BKrFQG samt 16.203 Prüfungen zur beschleunigten Grundqualifikation durchgeführt. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutete dies ein Plus von 3,1 Prozent. Die Bestehensquote erfuhr eben- falls eine positive Entwicklung. Während im Jahr 2009 noch knapp 82 Prozent der Teil- nehmer die beschleunigte Grundqualifikation bestanden, waren es im Jahr 2016 bereits knapp 85 Prozent. Die Grundqualifikation ist in ihrer Zahlenstärke mit 228 Prüfungsteil- nehmern im Jahr 2016 für die Nachwuchssicherung im Berufsbild nahezu unbedeutend. 20.000 100% 18.000 16.000 80% 14.000 12.000 60% 10.000 8.000 40% 6.000 4.000 20% 2.000 0% Grundqualifikation (Regelprüfung) Ausbildung Prüfungsteilnehmer Bestehensquote 11.537 11.212 12.828 14.446 15.378 15.719 16.203 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 0 116 153 177 228 3.038 810 1.386 Quellen: Statistiken der DIHK-Gesellschaft für berufliche Bildung – Organisation zur Förderung der IHK- Weiterbildung mbH und der DIHK, Statistisches Bundesamt (Fachserie 11 Reihe 3). Eigene Darstellung. Für Umschüler mit dem Berufswunsch „Berufskraftfahrer im GüterverkehrBerufe in der Lagerwirtschaft“ bzw. Jugendli- cheJugendliche, die kein Ausbildungsverhältnis auf regulärem dem regulären Wege fanden und als arbeitslos ge- meldet sind, besteht die Möglichkeit, an einem Förderprogramme der verschiedenen Programme der Bun- desagentur Bundesagentur für Arbeit (BA) teilzunehmenin Anspruch zu nehmen. Zum einen wird jungen Erwachsenen die Für junge Erwachsene bestehen zwei Varianten: Die Teil- nahme an einer abschlussorientierten Maßnahme, die zu einer regulären IHK- Abschlussprüfung als Berufskraftfahrer Fachlagerist oder Fachkraft für Lagerlogistik führt, angeboten. Zum anderen wird förderfähigen Personen oder die Teilnahme Teil- nahme an Weiterbildungsmaßnahmen angebotenWeiterbildungsmaßnahmen, die i.d.R. in Koope- ration Kooperation mit Bildungsträgern durchgeführt werden. Die Förderung der beruflichen Weiterbil- dung Weiterbildung nach §§ 81 ff SGB III (FbW) ist ein wichtiges arbeitsmarktpolitisches Instrument, um die Beschäftigungschancen Beschäftigungschan- cen durch eine berufliche Qualifizierung zu verbessern. Über die Anzahl der geförderten Personen informiert die BA im Rahmen der statistischen Auswer- tungen, die in Tabelle 4 präsentiert werdenBA. In der Statistik finden sich unter der Zusam- Berufliche Qualifizierung – Fördermaßnahmen der Bundesagentur für Arbeit menfassung Zusammenfassung "berufliche be- rufliche Weiterbildung mit Abschluss" die beiden Maßnahmenkategorien „Gruppen- und betriebliche Einzelmaßnahmen mit Abschluss“ in einem anerkannten Ausbildungsberuf. Nur bei Maßnahmen mit Abschluss in einem anerkannten Ausbil- dungsberuf Ausbildungsberuf zielt die Förderung För- derung der beruflichen Weiterbildung auf eine Vollqualifizierung. Den so genannten Umschülern Um- schülern werden Maßnahmen beruflicher Weiterbildung angebo- tenangeboten, die auf die Vermittlung Vermitt- lung von Fertigkeiten abzielen, die in einem grundsätzlich schon erlernten Beruf oder bereits ausgeübtem be- reits ausgeübten Berufsfeld Verwendung finden und inhaltlich ei- nem einem in der Klassifikation der Berufe 2010 genannten Beruf zugeordnet werden.1 Für die- se Personengruppe besteht die Möglichkeit, Teilqualifizierungen, die speziell für den Be- ruf des Berufskraftfahrers konzipiert wurden, zu absolvieren und auf diesem Wege z.B. die beschleunigte Grundqualifikation zu erreichen. In der Statistik ist die Anzahl der Um- ▇▇▇▇▇▇▇ unter "sonstige berufliche Weiterbildung" zu finden. werden.24 Tabelle 4 präsentiert zeigt die Ent- wicklung der Anzahl jährliche An- zahl der durch die BA geförderten Personen mit dem einem Zielberuf des Be- rufskraftfahrers in der Lagerwirtschaft im Zeitraum von 2012 bis 2016. Aus der Die Analyse der Teilnehmerzahlen erging eine Steigerung der zeigt, dass sich die Anzahl der geförderten Maßnahmen, die Teilnehmer an Fördermaßnahmen von 2012 bis 2014 jährlich positiv entwickelte. Seit 2015 ist eine rück- läufige Entwicklung zu sonstigen berufli- chen Weiterbildungen zählten. Dies deutet darauf hin, dass zunehmend Umschüler mit dem Berufsziel „Berufskraftfahrer (Güterverkehr/LKW)“ von der BA gefördert werdenbeobachten. Im Jahr 2016 wurden im Jahresdurchschnitt 6.550 Weiterbildungen gefördert; dies wurde ein jahresdurchschnittlicher Be- stand von 7.048 Teilnehmern ausgewiesen. Dies war eine Steigerung von ein Rückgang um rund 7,5 6,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Allerdings war die Anzahl der Förderungen der beruflichen Weiterbildung mit Abschluss seit 2014 rückgängig. Dies be- deutet, dass immer weniger Personen an Maßnahmen zur Vollqualifizierung (berufsquali- fizierender IHK-Abschluss) teilgenommen haben. Inachdem bereits im Jahr 2016 waren es lediglich 305; 2015 eine Abnahme in Höhe von 27 Prozent Reduzierung um 7,6 Pro- zent im Vergleich zum Vorjahrzu 2014 verzeichnet wurde. Etwa 56,8 Prozent der Teilnehmer strebten Berufliche Qualifizierung – Fördermaßnahmen der Bundesagentur für Arbeit 24 Siehe Bundesagentur für Arbeit - Methodische Hinweise - Statistik der Teilnehmer an Maßnahmen der Ar- beitsförderung. eine Vollqualifizierung an. Hierbei handelt es sich überwiegend um den Abschluss als Fachlagerist. Tabelle 4: Teilnehmerbestand in Maßnahmen zur Förderung der beruflichen Weiterbildung FbW mit dem Schulungsziel bzw. Beruf „Berufskraftfahrer (Güterverkehr/LKW)Berufe in der Lagerwirtschaft“ - Jahresdurchschnitt Berichtsjahr FbW Bestand insgesamt davon: FbW mit Abschluss FbW sonstige Weiterbildung 2012 5.285 602 4.683 7.552 3.385 4.168 2013 6.279 495 5.784 8.028 4.041 3.987 2014 6.472 548 5.924 8.160 4.650 3.510 2015 6.510 420 6.090 7.297 4.294 3.003 2016 6.855 305 6.550 7.048 4.010 3.038 Quelle: Bundesagentur für Arbeit. Die Entwicklung der durchschnittlichen tariflichen Ausbildungsvergütung für angehende Berufskraftfahrer Fachlageristen im Zeitraum von 2010 bis 2016 wird in Abbildung 21 grafisch 26 dargestellt. Die durchschnittliche Vergütung der Berufskraftfahrerauszubildenden war sowohl in den neuen als auch in den alten Bundesländern Bundeslän- dern im Beobachtungszeitraum im Vergleich zu den Vergütungssätzen in anderen Ausbildungsberufen unterdurchschnittlich; Aus- bildungsberufen überdurchschnittlich. Insbesondere bei der jährlichen Anpassung der monatlichen Auszubildendenvergütung waren bei den Fachlageristen in den neu- Ausbildungsvergütungalten Bun- desländern stark vom Durchschnitt positiv abweichende Steigerungsraten zu verzeich- nen. Insgesamt verdienten Auszubildende im Jahr 2016 in den alten Bundesländern durchschnittlich 904 Euro pro Monat. Dabei betrug die durchschnittliche monatliche Aus- bildungsvergütung im ersten Ausbildungsjahr 871 Euro und 936 Euro im zweiten Ausbil- dungsjahr. In den neuen Bundesländern wurden niedrigere monatliche Vergütungssätze ausgewiesen: 786 Euro im ersten Lehrjahr und 849 Euro im zweiten Ausbildungsjahr.
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Sources: Marktbeobachtung Güterverkehr